BUNQ im Porträt

Die junge niederländische Ethikbank mit dem Namen BUNQ * richtet sich in erster Linie an eine junge Generation, die sich um das Schicksal des Planeten sorgt und das eigene Konsumverhalten auch bei den eigenen Finanzen kritisch hinterfragt. BUNQ verspricht freie Auswahl der Verwendung der Einlagen durch die Kunden selbst. Überdies will die Bank mit niederländischer Banklizenz gemeinsam mit den Kunden die Wiederaufforstung für eine bessere CO2-Bilanz vorantreiben. Wie, das stellen wir hier vor.

Gründung und Mission der BUNQ

Die in den Niederlanden beheimatete Neobank BUNQ * wurde 2012 von Ali Niknam gegründet und ist auf mobiles Banking spezialisiert. Ihr Mitarbeiterstab besteht neben erfahrenen Bankern aus einer Vielzahl von IT-Spezialisten, die sich darum kümmern, dass Sie Ihre Bankgeschäfte so einfach und bequem wie möglich vom Smartphone aus erledigen können. 

Die Bank bezeichnet sich selbstbewusst –  und in Anlehnung an die amerikanische Nationalhymne, in der das „land of the free“ besungen wird – als die „bank of The Free“. Ihr Anspruch ist nichts weniger als eine Revolutionierung des Bankings, wobei neben der Digitalisierung auch soziale und ökologische Aspekte stärker berücksichtigt werden sollen als im herkömmlichen Bankwesen.

Entscheiden wie das eigene Geld verwendet wird

So wirbt Bunq damit, das weltweit einzige Geldhaus zu sein, bei dem Kunden über die Verwendung ihres Geldes selbst bestimmen können. 

Abgesehen von einem nicht näher bezeichneten Anteil an Kundengeldern, die in der EZB und in Staatsanleihen „geparkt“ werden müssen, stehen den Kunden folgende Anlagemöglichkeiten zur Auswahl:

  • Grüne Unternehmen, die ihre Prinzipien und Praktiken aktiv auf Klimaschutz ausgerichtet haben
  • Privatkundenkredite an EU-Bürger
  • Private Baukredite an EU-Bürger
  • Kredite andere Banken
  • Alle Unternehmen

Ein Baum für jede 100 Euro

Daneben hat sie ein anspruchsvolles ökologisches Programm entwickelt, das unter anderem die Messung und Veröffentlichung des eigenen CO2-Fussabdrucks nach PCAF-Standards, sowie die Reduzierung von Emissionen nach den Zielsetzungen des Pariser Klimaabkommens beinhaltet. Bei Kunden, die einen Easy Green Personal oder Easy Green Business Plan abschließen, pflanzt die Bank für jede 100 Euro, die mit der Bunq-Karte ausgegeben werden, einen Baum. Damit seien Sie als Kunde, so errechnet die Bank, in zwei Jahren klimaneutral. 

Die Easy Green-Variante ist allerdings mit derzeit 17,99 Euro im Monat Kontoführungsgebühren nicht ganz billig. Die Standardvariante „Easy Bank“ (2,99 Euro/Mt.) und die Premiumvariante „Easy Money“ (mit mehr Funktionen, für 8,99 Euro/Mt.) sind deutlich günstiger, jedoch bietet BUNQ derzeit kein kostenloses Girokonto an.

Hier geht es zur Übersicht mit den Kontomodellen von BUNQ im Vergleich >. *

Das hindert die Bank nicht daran, bei Neukunden beliebt zu sein: von knapp 14 Millionen verwalteten Geldern ein Jahr nach dem öffentlichen Start (2016) ist die Summe rapide bis auf 1 Milliarde Euro (2021) angewachsen *.